Krankengeld: Höhe und Dauer der Zahlung - Arbeitsrecht 2022 (2022)

Ein gebrochenes Bein durch einen Sturz auf der Arbeit, eine Sehnenscheidenentzündung durch eine falsche Haltung der Hand im Büroalltag oder ein Bandscheibenvorfall durch zu starke Belastung des Rückens beim schweren Heben – all dies kann bewirken, dass Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind und Krankengeld beziehen müssen.

Kurz & knapp: Krankengeld

Worum handelt es sich beim Krankengeld?

Beim Krankengeld handelt es sich um eine Entgeltersatzleistung der Krankenkasse. Es beträgt zwischen 70 Prozent des Brutto- und 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Wann besteht ein Anspruch auf Krankengeld?

Einen Anspruch auf Krankengeld haben gesetzlich Versicherte, wenn Sie arbeitsunfähig erkrankt sind und keine Entgeltfortzahlung mehr erfolgt (also nach sechs Wochen Krankheit).

Wie lange wird Krankengeld gezahlt?

Krankengeld wird innerhalb von drei Jahren für maximal 78 Wochen ausgezahlt. Antworten auf weitere Fragen, die sich Arbeitnehmer häufig beim Thema Krankengeld stellen, finden Sie hier.

Inhalt

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Spezifische Informationen zum Krankengeld:

Ab wann Krankengeld gezahlt wird

Wann wird Krankengeld genau ausgezahlt? Im Ratgeber gibt es die Antwort.

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Wie lange Krankengeld ausgezahlt wird

Krankengeld ist in der Regel durch eine Höchstbezugsdauer beschränkt – Details hier.

(Video) Krankengeld - Berechnung und Auszahlung einfach erklärt

Das Krankengeld greift dann, wenn der Arbeitgeber nicht mehr in die Pflicht genommen werden kann, das Gehalt auszuzahlen. Laut Gesetz beträgt das Krankengeld 70 Prozent des Bruttoverdienstes und darf nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes betragen.

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Was ist Krankengeld eigentlich? Wer kann es beantragen? Wer zahlt es? Wann wird Krankengeld ausgezahlt? Wie hoch ist es? Was kommt nach dem Krankengeld? Haben Sie dann einen Anspruch auf andere Leistungen? Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Was ist Krankengeld?

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Beim Krankengeld handelt es sich um eine Entgeltersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Leistung ist im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) verankert. Gezahlt wird Krankengeld, wenn ein Versicherter aufgrund einer länger als sechs Wochen andauernden Krankheit arbeitsunfähig ist oder auf Kosten der Krankenkasse stationär behandelt wird.

Arbeitnehmer, die bis zu sechs Wochen am Stück pro Jahr erkranken, bekommen ihr Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber ausgezahlt bis die Krankenkasse den Arbeitsunfähigen das sogenannte Krankengeld als Ersatzleistung zahlt.

An dem Tag, an welchem der Arzt Ihre Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat, beginnt der Anspruch auf Krankengeld. Damit Sie Krankengeld erhalten, muss Ihr Arzt Sie ohne Unterbrechung erneut krankschreiben. Dies muss spätestens am Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit geschehen. In diesem Zusammenhang gelten Samstage nicht als Werktage.

Beispiel: Sie sind bis einschließlich Donnerstag krankgeschrieben. Bereits am Donnerstag merken Sie, dass es Ihnen noch nicht besser geht. Sie haben in diesem Fall die Möglichkeit, am gleichen Tag oder am Freitag einen Arzt aufzusuchen, der Ihnen Ihre Arbeitsunfähigkeit länger bescheinigt.

Eine Überlappung der Krankentage ist seit dem 1. Januar 2016 nicht mehr nötig. Das Versorgungsstärkungsgesetz sorgte dafür, dass künftig weniger Menschen ihren Anspruch auf Krankengeld wegen formaler Fehler verlieren. Allerdings sollten Sie dabei dennoch beachten, dass Ihr Arzt Sie nicht rückwirkend krank schreiben kann.

Wann bekommt man Krankengeld?

Damit die Krankenkasse Krankengeld zahlt, muss ein Krankenversicherter wegen einer Krankheit arbeitsunfähig sein. Bei der Arbeitsunfähigkeit muss es sich um einen Versicherungsfall handeln. Dieser liegt vor, wenn der Versicherte aufgrund seiner Krankheit seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann.

Bei Arbeitslosen liegt eine Arbeitsunfähigkeit vor, wenn diese krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für welchen sie sich beim Jobcenter zur Verfügung gestellt haben. Es ist dabei unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachgegangen ist.

Außerdem besteht ein Anspruch auf Krankengeldgegenüber der Krankenkasse, wenn es sich bei der Arbeitsunfähigkeit um eine Folge eines Schwangerschaftsabbruchs, der nicht rechtswidrig war, oder eine durch Krankheit erforderliche Sterilisation handelt.

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Werden Sie auf Kosten der Krankenkasse stationär in einem Krankenhaus oder eine Vorsorge- bzw. Rehabilitationseinrichtung behandelt, haben Sie einen Anspruch auf Krankengeld, auch wenn Sie nicht arbeitsunfähig erkrankt sind.

Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, können nur Krankengeld beziehen, wenn sie in einer Wahlerklärung festlegen, dass ihre Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll.

Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG 2) haben keinen Anspruch auf Krankengeld, sofern sie nicht wegen eines anderen Tatbestandes dafür versichert sind. Während der Arbeitsunfähigkeit zahlt das Jobcenter weiterhin Hartz 4. Auch Familienversicherte, die bei einer Arbeitsunfähigkeit keinen Verdienstausfall erleiden, haben keinen Anspruch auf Krankengeld.

Haben Sie einen Krankengeldanspruch für einen gesamten Kalendermonat, wird ein gesetzliches Krankengeld für 30 Tage ausgezahlt. Handelt es sich um Teilmonate, erfolgt die Zahlung vom Krankengeld für die tatsächlichen Kalendertage des Monats. Das Krankengeld von Arbeitgeber bzw. die Entgeltfortzahlung erfolgt nur für sechs Wochen andauernde Arbeitsunfähigkeit.

Ein sogenannter Auszahlschein sorgte beim Krankengeld bis 2016 dafür, dass es nicht zu lange gezahlt wird. Die Scheine erhielten Sie von der Krankenkasse oder vom behandelnden Arzt. Der Doktor bescheinigte auf dem Auszahlschein den letzten Besuch in der Praxis sowie die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit und die Diagnose. Der Auszahlschein wurde in die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung integriert.

Das Krankengeld wird dann von der Krankenkasse nur für diese Dauer übernommen. Aber wann wird das Krankengeld eigentlich überwiesen? Grundsätzlich wird das Krankengeld rückwirkend gezahlt. Nachdem Sie für das Krankengeld den Antrag ausgefüllt und abgeschickt haben, dauert es meistens nur wenige Tage, bis die Leistung auf dem Bankkonto ist.

Wie lange wird Krankengeld ausgezahlt?

Wenn Sie Krankengeld wegen derselben Erkrankung bekommen, läuft dies zunächst über einen relativ langen Zeitraum. Innerhalb von drei Jahren kann 78 Wochen bzw. 19,5 Monate lang Krankengeld von der Krankenkasse bezogen werden. Dabei gilt, dass Sie nicht am Stück krankgeschrieben sein müssen.

Die Zeiträume werden addiert. Wichtig ist dabei, dass die Arbeitsunfähigkeit durch dieselbe Krankheit entstand und bis dato nicht ausgeheilt ist. Sind Sie schon krankgeschrieben wird die Leistungsdauer des Krankengeldes nicht verlängert. Es bleibt bei 78 Wochen.

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Während der ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit ruht der Leistungsanspruch, da Sie eine Entgeltfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber erhalten. Zudem ruht der Krankengeldanspruch auch, wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen oder in Elternzeit gehen. Währenddessen erhalten Sie dementsprechend kein Krankengeld.

Dadurch verkürzt sich die Leistungsdauer. Nach einer Entgeltfortzahlung von sechs Wochen erhalten Sie das Krankengeld nur noch für bis zu 72 Wochen. Beginnt ein neuer Dreijahreszeitraum und Sie haben dasselbe Leiden wie bereits zuvor, beginnt Ihr Anspruch auf Krankengeld erneut.

Damit dies gilt, müssen Sie allerdings weiterhin in der gesetzlichen Krankenkasse, sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder arbeitssuchend sein. Zudem darf Sie kein Arzt für mindestens sechs Monate wegen dieser einen Erkrankung bereits krankgeschrieben haben.

Krankengeld beantragen: So funktioniert’s

Damit Sie Krankengeld bekommen, müssen Sie keinen Antrag stellen. Ihre Krankenkasse nimmt automatisch Kontakt mit Ihnen auf, um die weitere Vorgehensweise mit Ihnen zu besprechen. Zum Ende der Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber schickt die Krankenkasse einen Vordruck für Ihre Verdienstbescheinigung an Ihren Chef.

Das ausgefüllte Formular schickt dieser zurück an die Krankenkasse. In der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bescheinigt ein Vertragsarzt Ihre Krankheit und die voraussichtliche Arbeitsunfähigkeit. Dies ist sowohl während der Entgeltfortzahlung als auch danach gängige Praxis.

Auf diesem findet sich der Hinweis, dass für den Bezug von Krankengeld ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich ist. Neben dem Durchschlag für Ihre Unterlagen erhalten Sie zudem eine Ausfertigung für den Arbeitgeber und einen für die Krankenkasse. Damit Sie sichergehen können, dass die AU bei der Krankenkasse ankommt, sollten Sie diese in einem Einschreiben mit Rückschein verschicken.

Sobald die Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung überprüft hat, erhalten Sie das Krankengeld. Dieses wird rückwirkend bis zum ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Sie sollten außerdem Ihren Arbeitgeber über Ihre Lage informieren. Auch wenn dieser nicht mehr zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist, muss er wissen, wann Sie wieder arbeitsfähig sind. Beziehen Sie ALG 1 ist die Agentur für Arbeit zu informieren.

Wann wird ein Zuschuss zum Krankengeld gezahlt?

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Sind Sie als Beschäftigter arbeitsunfähig erkrankt, muss Ihr Arbeitgeber sechs Wochen lang eine Entgeltfortzahlung leisten. Anschließend haben Sie einen Anspruch auf Krankengeld. Dieses fällt allerdings geringer aus als die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers. Aus diesem Grund wird die Differenz oftmals vom Arbeitgeber ausgeglichen.

Es gibt keine gesetzliche Grundlage für Krankengeldzuschüsse. Aus diesem Grund enthalten viele Arbeitsverträge, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge entsprechende Regelungen, die einen Krankengeldzuschuss sicherstellen.

Je nach Beschäftigungsdauer wird der Krankengeldzuschuss für wenige Wochen bis hin zu einigen Monaten gewährt. Festgelegt wird dies allerdings in jedem Vertrag oder vom Arbeitgeber auf freiwilliger Basis. Grundsätzlich wird das Krankengeld weitergezahlt, währenddessen Sie den Zuschuss vom Arbeitgeber erhalten.

Dieser darf zusammen mit dem Krankengeld allerdings nicht mehr als 50 Euro über dem vorher bezogenen Nettoarbeitsentgelt liegen. In diesem Fall wäre das Arbeitsentgelt beitragspflichtig und der Anspruch auf Krankengeld ruht.

Können Sie das Krankengeld berechnen?

Wie hoch das Krankengeld ausfällt, ist gesetzlich festgelegt. Es beträgt grundsätzlich mindestens 70 Prozent des Bruttolohns und nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes. Der geringere dieser Beträge wird um die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Sozialversicherung gekürzt. Ausgezahlt bekommen Sie dann den Restbetrag als Krankengeld.

Dazu ein Beispiel: Hildegard Bergmann verdient laut ihrer letzten Gehaltsabrechnung 2500 Euro brutto. Da sie sich in der Steuerklasse 4 wiederfindet, bleibt monatlich ein Nettolohn von 1630 Euro. Folgendermaßen sieht die Berechnung des Krankengeldes dabei aus:

monatliches Bruttogehalt2500 Euro
monatliches Nettogehalt1630 Euro
70 % des Bruttogehalts1750 Euro
90 % des Nettogehalts1467 Euro
monatliches Krankengeld brutto1467 Euro
abzgl. Anteil der Rentenversicherung (9,35 %)137,16 Euro
abzgl. Anteil Arbeitslosenversicherung (1,5 %)22 Euro
abzgl. Anteil Pflegeversicherung (1,275 %)18,70 Euro
Zuschlag für Kinderlose (0,25 % von 80 % des Bruttoarbeitsentgelts)5 Euro
monatliches Krankengeld netto1294,14 Euro
Differenz zum Nettoeinkommen355,86 Euro

Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden bei der Berechnung zu Ihren Gunsten mitberücksichtigt. Sollte der Arbeitgeber einen Zuschlag zahlen, kann dieser 355,86 Euro bis zum bisherigen Nettogehalt plus weitere 50 Euro betragen, ohne dass das Krankengeld ruht.

Übrigens: Sie müssen auf das Krankengeld keine Steuern zahlen. Die Leistung unterliegt dem Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG. Das Krankengeld wird in diesem Zusammenhang zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Meistens ist die Klausel im Vertrag an die Beschäftigungszeit im Unternehmen gekoppelt.

Wenn der Anspruch ausläuft – Was kommt nach dem Krankengeld?

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Wenn Sie auch nach der 78. Woche der Krankengeldzahlung nicht arbeitsfähig sind, könnte es sein, dass bei Ihnen eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt. In diesem Fall könnte ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente bestehen.

Spätestens drei Monate vor dem Auslaufen des Krankengeldes fordert die Krankenkasse Sie dazu auf, einen Antrag auf eine medizinische Reha zu stellen. Dabei wird geprüft, ob die Arbeitsfähigkeit dadurch innerhalb von drei bis sechs Monaten wiederhergestellt werden kann.

Ist dies allerdings nicht zu erwarten, wird Ihr Antrag auf Reha in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgewandelt. Spätestens drei Monate vor Ablauf des Krankengeldes sollten Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden, denn Sie haben einen Anspruch auf ALG 1, solange die Deutsche Rentenversicherung Ihren Antrag überprüft.

FAQ: Fragen, die zum Thema Krankengeld aufkommen

Bekommen Sie auch Krankengeld für Ihr Kind?

Grundsätzlich können Eltern, die durch ihre Versicherung einen Anspruch auf Krankengeld haben, auch einen Anspruch geltend machen, wenn ihr ebenfalls versichertes Kind krank ist und Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege benötigt. Gleiches gilt auch für Stiefkinder, Enkel sowie Pflegekinder.

Dabei darf das Kind höchstens elf Jahre alt sein. Bei behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kinder ist keine Altersbegrenzung vorgesehen. Generell muss ein Arzt allerdings bescheinigen, dass das Kind Betreuung, Pflege oder Beaufsichtigung benötigt. Zudem darf keine andere Person im Haushalt leben, die das Kind beaufsichtigen, pflegen oder betreuen kann.

(Video) Arbeitsrecht einfach erklärt (2): Krankheit, Kündigung bei Krankheit

Der Anspruch auf das Krankengeld bei einer Erkrankung des Kindes ist pro Kalenderjahr und pro Kind auf maximal 10 Arbeitstagepro Versichertem beschränkt. Alleinerziehende können das Krankengeld für maximal 20 Arbeitstagepro Kind beziehen. Insgesamt sind pro Versicherten 25 Arbeitstage (bei Alleinerziehenden max. 50 Arbeitstage) Krankengeld vorgesehen, wenn der Versicherte mehrere Kinder hat.

Ohne zeitliche Beschränkung ist der Krankengeldanspruch für Eltern, wenn das Kind nach einem ärztlichen Zeugnis an einer Krankheit leidet,

  • die progredient (fortschreitend) verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.
  • bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische Behandlung notwendig oder von einem Elternteil erwünscht ist und
  • die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt.

Nach § 45 Abs. 3 SGB V haben Versicherte mit einem Anspruch auf Krankengeld für diese Dauer gegen ihren Arbeitgeber einen unabdingbaren Anspruch auf unbezahlte Freistellung. Dies ist der Fall, sofern nicht aus einem anderen Grund ein Anspruch auf bezahlte Freistellung besteht.

Krankengeld und Urlaub: Wie lässt sich dies vereinbaren?

Krankengeld: Höhe und Dauer der Zahlung - Arbeitsrecht 2022 (10)

Unter bestimmten Bedingungen dürfen Erkrankte während ihres Bezugs von Krankengeld verreisen.

Sofern sich die Reise nicht nachhaltig auf die Genesung auswirkt, steht dem Urlaub nichts im Wege.

Haben Sie beispielsweise eine Verletzung am Bein, kommt ein Aktivurlaub in den Bergen nicht in Frage.

Sind Sie allerdings psychisch erkrankt, kann sich ein Urlaub durchaus positiv auf Ihre Genesung auswirken. Grundsätzlich sollten Sie allerdings sicherstellen, dass Sie keine ärztlichen Termine verpassen und für die Krankenkasse erreichbar sind.

Wollen Sie einen Urlaub innerhalb Deutschlands antreten, müssen Sie ausschließlich für Ihre Krankenkasse erreichbar sein. Bei einer Auslandsreise sollten Sie im Vorfeld die Genehmigung Ihrer Krankenkasse einholen. Andernfalls kann die Zahlung des Krankengeldes während der Reise gestoppt werden.

Damit die Krankenkasse Ihre Auslandsreise genehmigt, kann eine schriftliche Bestätigung des Arztes von Vorteil sein. Aus dieser sollte hervorgehen, dass die Reise der Genesung nicht schadet. Einen Antrag können Sie schriftlich bei der Krankenkasse einreichen. Darin sollten Sie ausführen, wohin die Reise gehen soll und was Sie am Urlaubsort unternehmen werden.

Zahlt der Arbeitgeber Weihnachtsgeld trotz Krankengeld aus?

Dazu ist die Rechtslage nicht ganz eindeutig. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 26.03.2010 [Az. 6 Sa 723/09] kann eine lange Krankheit dazu führen, dass der Anspruch auf Weihnachtsgeld vollständig entfällt. In diesem Fall muss der Arbeitgeber keine Sonderzahlungen leisten.

Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main vom 11.08.1999 [Az. 7 Ca 1743/99] darf der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld nicht einfach kürzen, wenn der Arbeitnehmer erkrankt. Dabei kommt es in jedem Fall darauf an, wie die Leistung deklariert ist.

Handelt es sich beim Weihnachtsgeld um ein volles 13. Monatsgehalt, darf oftmals keine Streichung erfolgen. Handelt es sich dabei allerdings um eine Gratifikation, darf der Arbeitgeber diese häufigkürzen oder sogar ganz streichen.

Welche Auswirkungen hat das Krankengeld auf die Rentenversicherung?

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Wenn Sie Krankengeld beziehen, wird dies von Ihrer Krankenkasse an den zuständigen Rentenversicherungsträger gemeldet. Anschließend werden die Rentenbeiträge dorthin überwiesen. So sollen vor allem Nachteile bei der Rente vermieden werden.

Berechnet werden die Beiträge nicht vom Zahlbetrag des Krankengeldes sondern auf der Basis einer fiktiven Bemessungsgrundlage ausgehend von 80 Prozent des Arbeitsentgelts, welches der Leistung zugrunde liegt. Dementsprechend ist ein Jahr Krankengeldbezug für die Rente so viel wert wie 80 Prozent des vorausgegangenen Beschäftigungsjahres.

Haben kurzzeitig und unständig Beschäftigte einen Anspruch auf Krankengeld?

Ab dem 1. Januar 2009 folgte eine Änderung der Krankengeldzahlung. Unständig Beschäftigte und maximal zehn Wochen befristet Angestellte haben keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Unverändert bleibt jedoch die Regelung zur Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Seit dem 1. August 2009 kann der Arbeitnehmer bei einem solchen Beschäftigungsverhältnis allerdings gegenüber der Krankenkasse und dem Arbeitgeber eine Erklärung abgeben, dass er ggf. trotzdem Krankengeld erhalten kann. Mit einer Beitragserhöhung um 0,3 Prozentpunkte kann Krankengeld bekommen werden, sofern kein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht.

Die Krankenkasse zahlt kein Krankengeld: Was tun Sie nun?

Krankengeld: Höhe und Dauer der Zahlung - Arbeitsrecht 2022 (12)

Grundsätzlich kann es trotz eines Anspruchs auf Krankengeld dazu kommen, dass die Krankenkasse sich querstellt und kein Krankengeld zahlen will.

Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Krankenkasse der Überzeugung ist, dass Sie wieder gesund sind und zu Unrecht Krankengeld beziehen.

In diesem Fall entschied ein Urteil vom Hessischen Landessozialgericht am 18. Oktober 2007 [Az. L 8 KR 228/06], dass die Krankenkasse sich bei der Beurteilung nicht ausschließlích auf die Stellungnahme des Medizinischen Dienstes verlassen kann. Grundsätzlich müssen auch eine Befragung der behandelnden Ärzte sowie eine medizinische Untersuchung durchgeführt werden. Die Zahlungen ohne hinreichende Überprüfung stoppen darf die Krankenkasse nicht.

(Video) Langfristig erkrankt: Was kommt nach dem Krankengeld? - VdK gibt dir Recht! #41

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FAQs

Wie hoch ist das Krankengeld 2022? ›

Kalendertäglich kann Ihr Krankengeld bis zu 112,88 Euro (2022) betragen. Wie von Ihrem Gehalt müssen Sie unter Umständen davon noch Beträge zur gesetzlichen Sozialversicherung zahlen, also an die gesetzliche Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Wann bekommt man 90% Krankengeld? ›

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach 6 Wochen

Bis zu 90 % des Netto-Einkommens erhältst du aber als Krankengeld von deiner Krankenkasse erstattet. In den ersten 6 Wochen deiner Erkrankung zahlt dein Arbeitgeber das volle Gehalt – dabei handelt es sich um die übliche Lohnfortzahlung.

Wie lange bekomme ich als Arbeitnehmer Krankengeld? ›

Für eine Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit mit derselben Diagnose erhalten Sie als Versicherte oder Versicherter maximal 78 Wochen Krankengeld innerhalb von 3 Jahren.

Wie viel Geld bekommt man von der Krankenkasse wenn man länger als 6 Wochen krank ist? ›

Krankengeld gibt es erst nach dem Ende der Lohnfortzahlung. Bei einer längeren Erkrankung zahlt also zunächst Ihr Arbeitgeber das Gehalt weiter. In der Regel nach sechs Wochen springt dann die Krankenkasse ein. Die Kasse überweist 70 Prozent Ihres letzten Brutto-Einkommens, allerdings nie mehr als 90 Prozent vom Netto.

Wie viel Krankengeld bekomme ich bei 3000 € Brutto? ›

3.000 Euro im Monat wären täglich 100 Euro (3.000/30), die Sonderzahlungen von 1.980 Euro pro Jahr würden bei 5,50 Euro liegen (1.980/360). Zusammengerechnet wären dies 105,50 Euro. Laut § 47 Absatz 1 SGB V liegt das Krankengeld bei 70 Prozent. Bei diesem Betrag wären das entsprechend 73,85 Euro brutto pro Kalendertag.

Wie viel Krankengeld bekomme ich bei 2000 € Netto? ›

So viel Krankengeld erhält der Arbeitnehmer von seiner Krankenkasse:
Monatliches NettoKrankengeld der KrankenkasseDKV Krankengeld monatlich
1900 1494 450
2000 €1573 450
2100 1652 450
20 more rows

Wie lange darf mein Hausarzt mich wegen Depression krank schreiben? ›

Erfolgt die Behandlung der Depression in einer allgemeinen Klinik, können sich Arbeitnehmer eine neutrale AU geben lassen. Auf diese Weise erfährt der Arbeitgeber nicht, auf welcher Station die Behandlung erfolgt. Sechs Wochen im Jahr dürfen Arbeitnehmer krank sein, ohne einen Jobverlust befürchten zu müssen.

Wie geht es weiter nach 18 Monaten Krankengeld? ›

Der Anspruch eines Arbeitnehmers auf Krankengeld, das ihm von der Krankenkasse gezahlt wird, endet nach 78 Wochen. Danach erhalten die Betroffenen das sogenannte Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit.

Wie wirkt sich das Krankengeld auf die Rente aus? ›

Beiträge während des Bezugs von Entgeltersatzleistungen

Eine Unterbrechung der Berufstätigkeit durch eine Entgeltersatzleistung hat daher grundsätzlich keine Auswirkungen auf Beitragszeiten in der Rentenversicherung.

Wer bekommt 90 Prozent Krankengeld? ›

Krankengeld zahlt Deine gesetzliche Krankenkasse, wenn Du wegen derselben Krankheit länger als sechs Wochen krankgeschrieben bist. Davor bekommst Du eine Lohnfortzahlung von Deinem Arbeitgeber. Du erhältst maximal 90 Prozent Deines Nettogehaltes als Krankengeld – als Arbeitnehmer höchstens 72 Wochen lang.

Wie viel sind 78 Wochen? ›

Dauer. Krankengeld gibt es wegen derselben Krankheit für eine maximale Leistungsdauer von 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Bei den 3 Jahren handelt es sich um die sog. Blockfrist.

Was passiert wenn man länger als 18 Monate krank ist? ›

Nach 78 Wochen endet der Anspruch eines Arbeitnehmenden auf Krankengeld durch die gesetzliche Krankenkasse. Danach erhalten die Betroffenen das sogenannte Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit. Arbeitgeber müssen bei der Aussteuerung betroffener Arbeitnehmender einiges beachten.

Kann ich nach der Reha weiter krank geschrieben werden? ›

Wenn Ihnen nach der Reha eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wird, gibt es drei Möglichkeiten, wie es weitergehen kann: Sie machen eine stufenweise Wiedereingliederung. Sie machen eine berufliche Rehabilitation zur Ergänzung. Sie gelten als erwerbsunfähig und beantragen Erwerbsminderungsrente.

Wie lange muss der Arbeitsplatz bei Krankheit erhalten bleiben? ›

Bereits im Jahr 2004 wurde das BEM in § 84 Abs. 2 SGB IX eingeführt. Das Gesetz verpflichtet alle Arbeitgeber unabhängig von der Betriebsgröße zu einem BEM, sobald ein Arbeitnehmer innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig war.

Wie hoch ist das Krankengeld ab der 7 Woche? ›

Es beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts (mit weiteren Einschränkungen). In den meisten Fällen zahlt die Krankenkasse Krankengeld ab der siebten Woche nach der ersten Krankschreibung, weil bis dahin der Arbeitgeber noch eintritt.

Wie viel Krankengeld bei 4000 Brutto? ›

Und zwar für insgesamt bis zu 78 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren, gerechnet ab dem Beginn der Erkrankung. Die Höhe des Krankengeldes ist gesetzlich vorgeschrieben: 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes ist der Grundsatz, um das Krankengeld zu berechnen.

Wird bei Krankengeld in die Rente eingezahlt? ›

Wird Krankengeld oder Verletztengeld gezahlt, werden die Beiträge vom Versicherten und dem Leistungsträger (Krankenkasse, Unfallversicherung) je zur Hälfte getragen.

Wie wirkt sich Krankengeld auf die Steuer aus? ›

Krankengeld ist eigentlich steuerfrei

Wenn Sie Krankengeld bekommen, ist das steuerfrei. Einen Haken hat die Sache aber: Entgeltersatzleistungen, wie das Krankengeld, unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Der sorgt dafür, dass Ihr persönlicher Steuersatz steigt.

Wird das Weihnachtsgeld auf das Krankengeld angerechnet? ›

Krankengeld wird aus dem laufenden Regelentgelt berechnet. Außerdem sind Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld o. ä. aus den letzten 12 Monaten zu berücksichtigen.

Wie lange kann man krank geschrieben werden? ›

Wie lange eine Krankschreibung dauert, entscheidet grundsätzlich der behandelnde Arzt. Den Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) zufolge gelten jedoch normalerweise zwei Wochen (bzw. in Ausnahmefällen ein Monat) bei einer Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit als Maximum.

Wird Krankengeld auch samstags und sonntags bezahlt? ›

Die weitere Arbeitsunfähigkeit muss ein Arzt spätestens am nächsten Tag bescheinigen. Ist dies ein Samstag, Sonntag oder Feiertag, reicht es aus, wenn sich Versicherte am nächsten Werktag ein neues Attest ausstellen lassen. Samstage gelten insofern künftig nicht mehr als Werktage.

Wer bekommt 90 Prozent Krankengeld? ›

Krankengeld zahlt Deine gesetzliche Krankenkasse, wenn Du wegen derselben Krankheit länger als sechs Wochen krankgeschrieben bist. Davor bekommst Du eine Lohnfortzahlung von Deinem Arbeitgeber. Du erhältst maximal 90 Prozent Deines Nettogehaltes als Krankengeld – als Arbeitnehmer höchstens 72 Wochen lang.

Wie viel Krankengeld bekomme ich bei 1400 € Netto? ›

Die Höhe des Krankengeldes ist gesetzlich vorgeschrieben: 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes ist der Grundsatz, um das Krankengeld zu berechnen.

Was bleibt Netto vom Krankengeld? ›

Das tägliche Brutto-Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen ist das Minimum aus 70 % des Brutto-Regelentgelts (im Rechner als kumuliertes Brutto-Entgelt bezeichnet), 90 % des Netto-Regelentgelts (im Rechner als kumuliertes Netto-Entgelt bezeichnet) und 100 % des Netto-Entgelts.

Wie berechnet sich die Höhe des Krankengeldes? ›

Das Krankengeld orientiert sich am Arbeitseinkommen der letzten zwölf Kalendermonate und beträgt davon 70 Prozent. Es wird pro Kalendertag berechnet. Das Krankengeld ist auf den gesetzlichen Höchstbetrag von 112,88 Euro pro Tag (Wert 2022) begrenzt.

Ein gebrochenes Bein durch einen Sturz auf der Arbeit, eine Sehnenscheidenentzündung durch eine falsche Haltung der Hand im Büroalltag oder ein Bandscheibenvorfall durch zu starke Belastung des Rückens beim schweren Heben – all dies kann bewirken, dass Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind...

Ein gebrochenes Bein durch einen Sturz auf der Arbeit, eine Sehnenscheidenentzündung durch eine falsche Haltung der Hand im Büroalltag oder ein Bandscheibenvorfall durch zu starke Belastung des Rückens beim schweren Heben – all dies kann bewirken, dass Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind und Krankengeld beziehen müssen.. Außerdem besteht ein Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse, wenn es sich bei der Arbeitsunfähigkeit um eine Folge eines Schwangerschaftsabbruchs, der nicht rechtswidrig war, oder eine durch Krankheit erforderliche Sterilisation handelt.. Arbeitnehmer, die keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, können nur Krankengeld beziehen, wenn sie in einer Wahlerklärung festlegen, dass ihre Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll.. Der Doktor bescheinigte auf dem Auszahlschein den letzten Besuch in der Praxis sowie die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit und die Diagnose.. Nachdem Sie für das Krankengeld den Antrag ausgefüllt und abgeschickt haben, dauert es meistens nur wenige Tage , bis die Leistung auf dem Bankkonto ist.. Spätestens drei Monate vor dem Auslaufen des Krankengeldes fordert die Krankenkasse Sie dazu auf, einen Antrag auf eine medizinische Reha zu stellen.. Spätestens drei Monate vor Ablauf des Krankengeldes sollten Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden, denn Sie haben einen Anspruch auf ALG 1 , solange die Deutsche Rentenversicherung Ihren Antrag überprüft.. Grundsätzlich kann es trotz eines Anspruchs auf Krankengeld dazu kommen, dass die Krankenkasse sich querstellt und kein Krankengeld zahlen will.. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Krankenkasse der Überzeugung ist, dass Sie wieder gesund sind und zu Unrecht Krankengeld beziehen.

Sobald eine Krankschreibung den Zeitraum von sechs Wochen überschreitet, zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld. Eine Übersicht über die Höhe und Berechnung 2022.

Ein Anspruch auf Krankengeld besteht, wenn der Arbeitnehmer, Auszubildene oder Bezieher von Arbeitslosengeld zum Zeitpunkt der Krankheit ein Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse ist.. Grundsätzlich gilt, dass es bei einem Arbeitsunfall oder einer berufsbedingten Krankheit kein Krankengeld gibt, weil hier entweder die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse einspringt.. Wie viel Krankengeld bekommen Sie nun?. Es dient ebenfalls als Grundlage für das Kinderpflege-Krankengeld, das gezahlt wird, wenn das eigene Kind über einen längeren Zeitraum hinweg betreut und gepflegt werden muss.. Gewählt wird der niedrigere Betrag – im Beispiel ist es der Nettolohn der Arbeitnehmerin.. Die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit werden von den 78 Wochen abgezogen, sodass noch 72 verbleiben.. Das gilt laut § 23 Abs.. Um das Krankengeld auch wirklich zu erhalten, müssen ein gesonderter Antrag bei der Krankenkasse gestellt sowie die dazugehörigen Krankenscheine der ärztlichen Behandlungen eingereicht werden.. Sollte das nicht der Fall sein, reichen Sie den Krankenschein wie gewohnt bei Ihrer Krankenkasse ein.. Wann genau die erste Zahlung bei Ihnen auf dem Konto eingeht, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab.

Wer hat Anspruch auf Krankengeld? Wann wird Krankengeld gezahlt? Anforderungen ✓ Höhe ✓ Dauer ✓ Beantragung ➤ Mehr Infos!

Somit haben alle gesetzlich Versicherten einen Anspruch auf Krankengeld, sofern Folgendes zutrifft: Die Beschwerden führen zu einer Arbeitsunfähigkeit, die länger als sechs Wochen anhält oder eine stationäre Behandlung erforderlich macht und von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird.. Die Zahlung von Krankengeld ruht übrigens, wenn es der Versicherungsnehmer versäumt, seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von einer Woche nach Ausstellung der Krankenkasse zukommen zu lassen.. Jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert ist, hat Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld.. Die Agentur für Arbeit zahlt die ersten sechs Wochen weiterhin die Leistungen, danach greift das Krankengeld.. Selbstständige und Freiberufler, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, erhalten nicht automatisch Krankengeld – dafür muss dieser Basisschutz ausdrücklich im Vertrag verankert und mitversichert sein.. Der Anspruch auf Krankengeld bleibt bestehen und die Krankenkasse muss nicht über die Reise informiert werden.. Reisen außerhalb der EU: Bei Reisen außerhalb der EU kann der Anspruch auf Krankengeld revidiert werden.. Ab wann wird Krankengeld gezahlt?Für Angestellte gilt: Nach der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers beginnt die Zahlung des Krankengeldes.. Die maximale Dauer der Zahlung von Krankengeld ist für ein und dieselbe Erkrankung auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren (die sogenannte Blockfrist) festgesetzt.. Freiwillig versicherte Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenkasse den Bezug von Krankengeld mitversichert haben, besteht ebenfalls ab der siebten bis zur 78.. Stellt sich bei der Prüfung heraus, dass die Arbeitsfähigkeit nicht innerhalb von drei bis sechs Monaten mit einer Reha wiederhergestellt werden kann, wird der Antrag auf Erwerbminderungsrente umgewandelt.. Grundsätzlich besteht im Anschluss an das Krankengeld ein Anspruch auf ALG I. Für einen nahtlosen Übergang muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Krankengeldes ein Antrag auf Arbeitslosengeld I bei der Agentur für Arbeit eingehen.. Die Höhe des Krankengelds berechnet die Krankenkasse, nachdem sie vom Arbeitgeber die dafür benötigten Verdienstbescheinigungen erhalten hat.. Ratsam ist es, jeglichen Schriftwechsel mit der Krankenkasse als Einwurf-Einschreiben zu schicken, da oft Fristen eingehalten werden müssen und die kontinuierliche Zahlung des Krankengelds nicht gefährdet werden sollte.

Kinderkrankengeld 2022/2023: Der Anspruch auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld wurde bis zum 7.4.2023 verlängert. Mehr dazu erfahren Sie hier.

sie mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind, ein Arzt attestiert, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und gesetzlich versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben müssen, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person dies nicht übernehmen kann und das Kind unter 12 Jahren alt ist oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist.. 2 SGB V für das Kalenderjahr 2021 zunächst je Elternteil für jedes Kind auf bis zu 20 Arbeitstage und für Alleinerziehende auf bis zu 40 Arbeitstage erweitert.. Damit bestand im Jahr 2021 ein Anspruch auf Kinderkrankengeld je Elternteil für jedes Kind für bis zu 30 Arbeitstage und für Alleinerziehende für bis zu 60 Arbeitstage.. Ein Anspruch auf Kinderkrankengeld bestand im Jahr 2021 auch dann, wenn eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wurde, weil pandemiebedingt die Kinderbetreuungseinrichtung (z.. Nunmehr wurden durch das vom 16.9.2022 die Regelungen zur Erweiterung der Anspruchstage für das Kinderkrankengeld aus dem Jahr 2022 auch für das Jahr 2023 fortgeführt.. Erhalten Eltern im Einzelfall keine Bescheinigung der Einrichtung, können sie ihr Kind mit einem Antigen-Schnelltest oder PCR-Test testen lassen und das Testergebnis als Nachweis für das Betretungsverbot mit dem Antrag auf Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse einreichen.. Für die Dauer der Zahlung des Kinderkrankengeldes bei einer pandemiebedingten Betreuung des Kindes ruht für beide Elternteile der Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs.. Danach hatten Eltern einen Anspruch auf Entschädigungsleistungen, wenn der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat und Arbeitnehmende ihr Kind aufgrund einer unmittelbar durch das Infektionsschutzgesetz oder von der zuständigen Behörde angeordneten Schließung von Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder einem Betretungsverbot selbst betreuen oder pflegen mussten und deshalb einen Verdienstausfall erlitten.. Der Gesetzgeber hat die Regelungen zum Anspruch auf Entschädigungsleistungen unabhängig von der Feststellung der epidemischen Lage nicht über den 23.9.2022 hinaus verlängert.. Dies gilt auch für den verlängerten Anspruch für das Jahr 2021 und 2022 und soll auch für den geplanten verlängerten Anspruch im Jahr 2023 gelten.. Ist der Elternteil, der die Pflege als zweiter übernimmt, bei einer anderen Krankenkasse versichert, ist entweder ein neuer ärztlicher Nachweis oder eine Kopie des ersten Nachweises zum Anspruchsnachweis gegenüber seiner Krankenkasse erforderlich.. Der gesetzlich versicherte Elternteil hat, unter Berücksichtigung der o. g. Anspruchsvoraussetzungen, auch in diesen Fällen nur einen Anspruch auf höchstens 10 bis 25 Arbeitstage Kinderkrankengeld je Kalenderjahr (2021, 2022 und 2023: 30 bis 65 Arbeitstage).. Bisher sah der Gesetzgeber vor, dass der Anspruch auf ein pandemiebedingtes Kinderkrankengeld am 23.9.2022 und die verlängerten Anspruchstage für das Kinderkrankengeld zum Ende des Jahres enden sollen.

Wer krankgeschrieben ist, erhält nach sechs Wochen Krankengeld von der Krankenkasse. Doch wie hoch fällt die Zahlung aus und wer hat Anspruch darauf?

Die Höhe des Krankengeldes liegt in der Regel zwischen 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens und 90 Prozent des zuvor bezogenen Nettoeinkommens.. Der maximale Zeitraum der Zahlung beträgt 78 Wochen – danach verfällt der Anspruch auf das Krankengeld.. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kommt für Arbeitnehmer immer dann auf, wenn der Arbeitgeber nach sechs Wochen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einstellt.. Neue Arbeitnehmer, die noch keine vier Wochen im Unternehmen angestellt sind, erhalten das Krankengeld sofort, da der Arbeitgeber in diesem Fall nicht zu Lohnfortzahlungen verpflichtet ist.. Krankengeld erhalten alle Arbeitnehmer, die gesetzlich versichert sind und einen Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld haben.. Damit das Krankengeld pünktlich auf dem Konto landet, muss die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) fristgerecht innerhalb einer Woche bei der Krankenkasse eingehen.. Nachdem. der Arbeitgeber sechs Wochen lang die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. geleistet hat, sendet ihm die Krankenkasse eine Verdienstbescheinigung für den betroffenen Arbeitnehmer zu.. Der Arbeitnehmer muss sich im Gegenzug um die Beschaffung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bemühen.. Nach dem Einsenden der Bescheinigung (AU) erhält der Versicherte einen Durchschlag für die eigenen Unterlagen sowie den Hinweis, dass weitere Krankschreibungen nahtlos erfolgen müssen.. Verwendet wird immer der geringere der beiden Beträge, der zusätzlich um den Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Sozialversicherung gekürzt wird (Beitragszahlungen zur Krankenversicherung entfallen).. Der Anspruch auf Krankengeld. entfällt, wenn der Arbeitgeber das Entgelt fortzahlt oder der Versicherte. Arbeitslosengeld erhält.. Ist ein Drei-Jahres-Zeitraum abgelaufen und das Leiden tritt wieder auf, so besteht erneut Anspruch auf Krankengeld für weitere 78 Wochen.. Dies gilt jedoch nur, wenn der Versicherte in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate nicht mehr wegen der gleichen Erkrankung krankgeschrieben wurde.. Besteht die Aussicht, dass der Versicherte seine Arbeitsfähigkeit innerhalb von drei bis sechs Monaten wiederherstellt, so wird die Krankenkasse dem Reha-Antrag wahrscheinlich zustimmen.. Wenn eine Genesung nicht zu erwarten ist, wird der Antrag auf eine medizinische Reha automatisch in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgewandelt.

Erkranken Arbeitnehmer, stellen sich viele Fragen: Wann zahlt die Krankenkasse das Krankengeld? Und wie lange? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Außerdem muss ein Arzt die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers lückenlos bescheinigen, dieser muss die Krankschreibung schnell bei der Krankenkasse einreichen.. Diese sechs Wochen zieht die Krankenkasse von den 78 Wochen Krankengeld ab, so dass Arbeitnehmer also in der Regel 72 Wochen lang Krankengeld erhalten.. Vom Krankengeld zieht die Krankenkasse Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung ab, aber keine Beiträge für die Krankenversicherung.. Wenn Erkrankte aber absehen können, dass sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sein werden und sie die Krankenkasse nicht bereits während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber kontaktiert haben, kann es sinnvoll sein, sich von sich aus bei der Krankenkasse zu melden und darauf hinzuweisen.. Denn die Krankenkasse braucht oft Zeit, um Informationen über das Einkommen des Arbeitnehmers einzuholen und die Höhe des Krankengeldes zu berechnen.. Ein Tipp: Man sollte sich frühzeitig bei der Krankenkasse danach erkundigen, wann die Zahlung des Krankengeldes endet.. Dazu gehört, dass ein Arzt die Arbeitsunfähigkeit des ALG-I-Beziehers bescheinigen und die Krankschreibung schnell bei der Krankenkasse vorliegen muss.

Krankengeld berechnen ➠ Wer hat Anspruch? ✓ Höhe ✓ Dauer ✓ Antrag ✓ Was kommt nach dem Krankengeld? ✓ Beispiel zur Berechnung.

Das Krankengeld dient der finanziellen Absicherung für Ernstfälle: Wer nicht nur Wochen, sondern mehrere Monate im Job ausfällt, bekommt Krankengeld, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist.. So müssen Sie sich weniger Sorgen um das Geld machen und können sich auf Gesundheit und Genesung konzentrieren.. Wir erklären, wer Anspruch hat, in welcher Höhe es gezahlt wird und wie Sie das Krankengeld berechnen.. Sind Sie nach Ablauf der sechs Wochen immer noch krank, können Sie ab der siebten Woche Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse haben.. Sie müssen sich eigenständig absichern, entweder über eine private Krankenversicherung oder einen Wahltarif bei einer gesetzlichen Krankenversicherung, um Krankengeldschutz zu erhalten.. Das Krankengeld wird außerdem nicht gezahlt , wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht der Krankenkasse gemeldet wurde oder Sie andere Entgeltersatzleistungen wie Elterngeld , Mutterschaftsgeld oder Kurzarbeitergeld erhalten.. Sein Nettogehalt beträgt 2.300 Euro.. Davon abgezogen werden 9,3 Prozent Rentenversicherung (192,51 Euro), 1,2 Prozent Arbeitslosenversicherung (24,84 Euro) und 1,525 Pflegeversicherung (31,57 Euro).. Eine andere Möglichkeit sind Krankentagegeldversicherungen, mit denen Sie sich absichern und die Lücke zwischen Nettogehalt und Krankengeld schließen können.. Diese werden von der Kasse geprüft.. Dieser macht alle Angaben, die für die Berechnung Ihres Krankengeldes notwendig sind und schickt das ausgefüllte Formular zurück an die Krankenkasse.. Das ist der Fall, wenn Sie noch Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber bekommen oder während einer Rehabilitation Übergangsgeld vom Rentenversicherungsträger erhalten.. Stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse und legen Sie ein Attest Ihres Arztes vor.. Ich ❤️ es, Menschen dabei zu unterstützen, Ihre beruflichen Ziele zu erreichen und mehr Erfolg in Job und Leben zu realisieren.. Alles zum Aktionspreis von nur 5 Euro.

Über Krankengeld berichten wir in unserem Blog regelmäßig. Doch in diesem Beitrag möchten wir Ihnen zum ersten Mal eine größere Übersicht mit den wichtigsten Fragen und Antworten aufbereiten. Wie hoch ist das Krankengeld? Wann und wie lange zahlt die Krankenkasse? Worauf müssen Sie achten, wenn das Krankengeld ausläuft? Falls Sie weitergehende individuelle Probleme haben, sind wir bei Fragen rund um diese Lohnersatzleistung gern in unserer Sozialberatung für Sie da.

Krankengeld gibt es erst nach dem Ende der Lohnfortzahlung.. Gibt es auch mit Minijob ein Krankengeld?. Wie lange muss bei Krankheit der Arbeitgeber zahlen, ab wann gibt es Krankengeld?. Krankengeld gibt es übrigens auch, wenn Sie arbeitslos sind und Geld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten – das sogenannte Arbeitslosengeld I. Das Prozedere ist das gleiche: Innerhalb der ersten sechs Wochen zahlt das Amt weiter, Sie erhalten dann „Kranken-Arbeitslosengeld“.. Sind Sie nach Ablauf von sechs Wochen immer noch krankgeschrieben, springt die Krankenkasse mit dem Krankengeld ein.. Viele sind auch dann noch nicht wieder gesund.. Im Jahr 2020 liegt diese bei 6900 Euro (Westdeutschland) und 6450 Euro im Osten.. Doch auch in diesem Fall verlängert sich Ihr Anspruch auf Krankengeld nicht.. Das heißt aber nicht, dass Sie nie wieder Geld von Ihrer Krankenkasse erhalten.. Wenn diese 36 Monate um sind, haben Sie möglicherweise noch einmal Anspruch auf Krankengeld.. Damit Sie nicht finanziell auf dem Trockenen sitzen, müssen Sie fortan eigentlich nur auf eines achten: Reichen Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen lückenlos beim Chef und vor allem bei der Krankenkasse ein.. Um die Erwerbsminderungsrente zu erhalten, kann es sinnvoll sein, zunächst eine Reha zu beantragen.. Doch auch wenn Sie bis auf Weiteres nicht vorhaben, eine Erwerbsminderungsrente zu beziehen, sollten Sie vor dem Ablauf des Krankengeldes beim Arbeitsamt vorstellig werden.. Denn im Rahmen der Reha kann herauskommen, dass Sie erst einmal nicht mehr arbeiten können – dann wird der Reha-Antrag zum Antrag für die EM-Rente umgewandelt.. Verhindern können Sie das nicht .

Entgeltfortzahlung – wirtschaftliche Sicherheit im Krankheitsfall; kein Einkommensverlust für 6 Wochen; Anspruch, Höhe und Dauer der Entgeltfortzahlung.

Der Arbeitgeber hat hinsichtlich der Entgeltfortzahlung das Leistungsverweigerungsrecht , wenn und solange der Arbeitnehmer seinen Nachweispflichten nicht nachkommt .. Wenn allerdings im Zeitraum der Entgeltfortzahlung eine neue Krankheit hinzutritt oder die bisherige Erkrankung abgelöst wird, dann verlängert sich der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nicht .. Wenn zwischen den Zeiten der Arbeitsunfähigkeiten mindestens 6 Monate vergangen sind und er in dieser Zeit nicht wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig war Wenn eine Frist von 12 Monaten zwischen dem ersten Auftreten der Erkrankung und der neuerlichen Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung abgelaufen ist. Im Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit darf der Arbeitgeber nichts an der Gültigkeit der Löhne ändern .. Der in der Entgeltfortzahlung gezahlte Arbeitslohn, ist bei der Berechnung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge wie laufender Arbeitslohn zu behandeln .

Alle Fragen und Antworten zum Thema Krankengeld - Das müssen Sie wissen im Gelbe Seiten Ratgeber entdecken

Die Krankenkassen zahlen Krankengeld, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zur Zahlung des Gehalts verpflichtet ist.. Das Krankengeld ist eine Entgeltersatzleistung, die die gesetzlichen Krankenkassen anbieten.. Die Auszahlung von Krankengeld ist an die Arbeitsunfähigkeit des Versicherungsnehmers gekoppelt.. Der Arzt bescheinigt die Krankheit und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit.. Es gibt viele Arbeitgeber, die die Zahlung von Krankengeldzuschüssen an die Beschäftigungsdauer koppeln.. Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Erhalt von Krankengeld ist, dass der Arbeitnehmer für mindestens sechs Wochen arbeitsunfähig ist.

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Über 14 Milliarden Euro an Krankengeld haben gesetzliche Krankenkassen allein im Jahr 2019 ausgezahlt.. Denn sind Arbeitnehmer lange krank, erleiden sie große Einkommenseinbußen.. Das Krankengeld soll als Lohnfortzahlung dabei Abhilfe schaffen.. Im Folgenden erfahren Sie unter anderem, wer Anspruch auf Krankengeld hat, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie es nach der Genesung weitergehen kann.. Gleich zu Beginn gibt's die besten Empfehlungen und Tipps.

Anrechnung auf Anspruchsdauer des Krankengeldes Landessozialgericht Thüringen - Az.: L 6 KR 605/17 - Urteil vom 11.07.2019 Auf die Berufung des Klägers wird das Urteil des Sozialgerichts Nordhausen vom 5. April 2017 aufgehoben. Der Bescheid der Beklagten vom 15. Februar 2016 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 17. Mai 2016…

Juni 2015 lud die Beklagte den Kläger aufgrund der Arbeitsunfähigkeit seit dem 18.. Der Kläger hat ab dem 1.. Mai 2015 ist nicht nach § 48 Abs.. 3a SGB V a.F.. Nach dem Wortlaut des Gesetzes führt der Bezug von Verletztengeld damit nicht mehr zum Ruhen des Anspruchs auf Krankengeld mit der Folge, dass auch die Bezugsdauer des Verletztengeldes nicht auf die Anspruchsdauer des Krankengeldes anzurechnen ist.. 3a SGB V a.F.. : S 9 KR 1100/13, nach juris), auf das die Beklagte die Ablehnung der Zahlung von Krankengeld ab dem 1.

Krankengeldzuschuss 💶 durch den Arbeitgeber: nicht verpflichtend aber motivierend - mit Krankengeldzuschuss das Employer Branding optimieren

Ein Zuschuss zum Krankengeld kann vom Arbeitgeber bezahlt werden, um ein finanzielles Risiko zu verhindern.©cirquedesprit – Adobe-Stock Anspruch auf Krankengeld haben auf Grundlage des § 3 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgeltFG) alle in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversicherten Arbeitnehmer, die länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind.. Der Krankengeldzuschuss ist eine Zahlung des Arbeitgebers, die zusätzlich zum Krankengeld bezahlt wird .. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich beim Krankengeldzuschuss nicht um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall handelt.. Was ist der Krankengeldzuschuss?. Der Krankengeldzuschuss ist eine Zahlung, die zusätzlich zum Krankengeld vom Arbeitgeber bezahlt wird.

Wann besteht Anspruch auf ALG I? Alles Wichtige zum ALG 1 | Höhe Arbeitslosengeld ✅ Bezugsdauer Arbeitslosengeld ✅ Arbeitslosengeld Rechner ✅ ALG beantragen ✅

Für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld muss der Antragsteller arbeitslos sein ( § 138 SGB III ) und sich bei der Agentur für Arbeit aktiv arbeitslos melden .. Das bedeutet, der Antragsteller muss innerhalb der letzten 30 Monate vor Beantragung (Rahmenfrist, § 143 SGB III ) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben (Anwartschaftszeit, § 142 SGB III ).. Hat der Arbeitslose die Regelanwartschaftszeit von zwölf Monaten nicht erreicht, ist in Ausnahmefällen (überwiegend befristete Beschäftigungen) auch ein Anspruch aufgrund „kurzer Anwartschaftszeit“ möglich, bei der mindestens sechs Monate versicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der letzten 30 Monate nachgewiesen werden müssen ( § 142 Abs.. Im Regelfall wird das ALG für die Dauer von 6 bis 12 Monaten gezahlt, das ist abhängig davon, wie viele Monate der Arbeitssuchende in den letzten 5 Jahren / 60 Monaten (verlängerte Rahmenfrist) vor Antrag in einem Versicherungspflichtverhältnis stand und entsprechend Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geleistet hat.. BeitragsmonateLebensalter (Jahre)Bezugsdauer (Monate)12616820102412305015365518485824Quelle: § 147 SGB III Hat der Antragsteller lediglich aufgrund der sogenannten „kurzen Anwartschaftszeit“ Anspruch auf Arbeitslosengeld, sind die Beitragsmonate der letzten 30 Monate vor Antragstellung für die Anspruchsdauer maßgebend.. Um das Arbeitslosengeld berechnen zu können, benötigt man zuerst das Bruttogehalt der letzten 12 Monate, welches durch 365 (Tage) geteilt wird, das Ergebnis ist das Bemessungsentgelt pro Tag.. Das Resultat ist das Netto-Entgelt pro Tag, welches die tatsächliche Grundlage für die ALG Berechnung ergibt.. Berechnungsgrundlage für die Höhe des Arbeitslosengeldes ist das Brutto-Arbeitsentgelt der vergangenen 12 Monate.

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5. Krankengeld wie lange? 72 oder 78 Wochen?
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6. WIKU Personal aktuell - Ausgabe 7 (2022) - Kurzfassung
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Author: Sen. Ignacio Ratke

Last Updated: 07/02/2022

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